Zu wenige Anträge bei Windenergie-Ausschreibung

Das Jahr 2019 beginnt erneut mit einer stark unterzeichneten Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land.

Tröstliche Stimmung

Verglichen mit dem letzten Jahr gibt es Grund zur Hoffnung. Immerhin wurden 476,3 von insgesamt 700 ausgeschriebenen Megawatt (MW) an Projektplaner vergeben. Eine Zunahme von knapp zehn Prozent. Ein Drittel des vorhandenen Potenzials bleibt auch diesmal wieder ungenutzt.

Der durchschnittliche Zuschlagswert blieb auf einem gewohnt hohem Niveau bei 6,11 Cent pro Kilowattstunde.

Für einen ausführlicheren Rückblick geht es hier zum Ausschreibungsartikel vom 21.11.2018.

Bilanz für Brandenburg

Die Bundesländer in denen mit Abstand die meisten Projekte bezuschlagt wurden sind Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfahlen.  Brandenburg befindet sich auf dem zweiten Platz und gehört weiterhin zur Spitze der Republik.  

Von den 26 Anlagen (18 Zuschläge) aus Brandenburg, befinden sich lediglich drei in der Region Havelland-Fläming: im Landkreis Teltow-Fläming, Gemeinde Niedergörsdorf.

Projekte aus Brandenburg waren bei den bisherigen acht Ausschreibungsverfahren stets erfolgreich.  Das Bundesland war bei jeder Ausschreibung unter den Top drei und konnte für sich insgesamt 1.299 MW an Leistung sichern (siehe Tabelle unten).

Laut der Agentur für Erneuerbare Energien sind in Brandenburg 2018 insgesamt 7.104 MW an Leistung installiert, im Jahr 2017 waren es noch 6.810 MW. Knapp 22 Prozent aller Brandenburger Windenergieanlagen befinden sich in der Region Havelland-Fläming. Der Anteil der Region am Zubau 2018 lag jedoch lediglich bei 6,5 Prozent. Die durchschnittliche Leistung einer neu errichteten Windenergieanlage liegt in Brandenburg momentan bei 3,2 MW.

Der nächste Gebotstermin findet am 1. Mai 2019 statt und ist der zweite von insgesamt sechs Ausschreibungsrunden in diesem Jahr. Vielleicht geht es noch ein Stück weiter bergauf.

 

Veröffentlich am: 18.04.2019