Was Brandenburg von anderen lernen kann – und umgekehrt

Die Agentur für erneuerbare Energien e.V. hat zum fünften Mal die Erfolge und Bemühungen der Bundesländer hinsichtlich der Energiewende untersucht und miteinander verglichen. Brandenburg liegt im Vergleich über dem Bundesdurchschnitt, hat aber auch noch Verbesserungspotenzial.

Sechster Platz im Ländervergleich

Nach dem Brandenburg bei den ersten drei Vergleichsstudien (2008, 2010, 2012) jeweils den ersten Platz erringen konnte, folgte ein fünfter Platz im Jahr 2014. Im aktuellen Bundesländervergleich belegt Brandenburg einen guten sechsten Platz. Baden-Württemberg hat sich bei der diesjährigen Studie vor Mecklenburg-Vorpommern und Bayern den ersten Platz erkämpft.

Sichtbare Erfolge

Unabhängig von der Platzierung hat Brandenburg bereits viele Erfolge vorzuweisen. Unteranderem sind die energiepolitische Programmatik sowie die Bemühungen zur Vermeidung von Hemmnissen vorbildlich. Ebenso ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Brandenburg mit 77 Prozent sehr gut. Nur in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein ist der Anteil der erneuerbaren Energien höher. In Baden-Württemberg hingegen liegt der Anteil bei nur 20 Prozent.

Verbesserungspotenzial

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern schneidet Brandenburg bei der Erzeugung von klimafreundlicher Wärme schlechter ab. In diesem Bereich konnten vor allem die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern punkten, bei denen die Nutzung von Solarwärme und Holzpellets weit verbreitet ist. Auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung zur Integration erneuerbarer Energien hat Brandenburg Nachholbedarf. Im Ländervergleich liegt Brandenburg in dieser Kategorie auf Platz elf. Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern investieren gemessen am Bruttoinlandsprodukt bedeutend mehr in Forschung und Entwicklung.

Hintergrund

Die vorgestellte Studie beabsichtigt die bereits eingefahrenen Erfolge der Energiewende zu dokumentieren und vergleichbar zu machen. Auf dieser Grundlage können die Bundesländer ihre eigenen Bemühungen bewerten und verbessern.

Ausführliche Informationen und alle Ergebnisse der Studie können auf der Internetseite der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. eingesehen werden: www.unendlich-viel-energie.de.

 

Veröffentlicht am: 28.11.2017