Energieeffizienzpreis 2017

In diesem Jahr wurde der „Energieeffizienzpreis des Landes Brandenburg“ zum zweiten Mal vergeben. Ausnahmslos erhielten Projekte aus der Region Havelland-Fläming den mit 5.000 € dotierten Preis. Ausgezeichnet wurden Projekte, die sich durch besonders hohe Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auszeichnen.

Auch in diesem Jahr war das Interesse an dem Preis wieder groß. Bis zum Bewerbungsschluss am 15. Juni 2017 gingen 16 Bewerbungen ein; 10 von Unternehmen und 6 von Kommunen. Die Sieger bekamen den Energieeffizienzpreis auf dem 19. Brandenburger Energietag in Cottbus am 04. September 2017 von Minister Albrecht Gerber verliehen.

Preisträger in der Kategorie Unternehmen

Mit dem Unternehmenspreis wurde die Landbäckerei Röhrig (Landkreis Teltow-Fläming) ausgezeichnet. Durch zahlreiche Maßnahmen konnte der Betrieb den CO2-Ausstoß um 57 Prozent senken. Dabei wurde jede Maßnahme dem Energiebedarf der Landbäckerei angepasst. 2001 stellte die Bäckerei ihre Heizung auf Erdgas um, 2006 wurde eine Solarthermieanlage eingebaut, 2010/11 kamen zwei Solaranlagen hinzu. 2013 installierte Röhrig ein Blockheizkraftwerk und 2016 eine Batterieanlage.

Preisträger in der Kategorie Kommunen

Der Kommunalpreis geht an den Landkreis Havelland für sein 2013 aufgelegtes, dreijähriges Klimaschutzprojekt, an dem sich elf Schulen mit 3.500 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Hausmeistern beteiligten. Vor dem Hintergrund, dass Schulen deutlich mehr Energie verbrauchen als andere öffentliche Gebäude, wurde nach Einsparpotenzialen in den Gebäuden gesucht, Klimaaktionstage und Schulungen sowie Initiativen wie ein Klimaschutzmusical, Energie- und Workshops und Themenklassenfahrten durchgeführt. Ergebnis: Es wurden 117 Tonnen CO2 eingespart, die Heizungskosten um rund 18 Prozent gesenkt.

Sonderpreisträger

Den Sonderpreis teilen sich die Stadtwerke Bad Belzig GmbH und die Wohnungsbaugenossenschaft 1919 Bad Belzig eG (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Beide Preisträger haben alte Ölheizungen in den Gebäuden zurückgebaut und dafür ein Blockheizkraftwerk mit einem Spitzenlastkessel installiert. Für die Wärmeversorgung wurde somit ein eigenes Wärmenetz und für die Stromversorgung ein eigenes Stromnetz errichtet. Im Vordergrund der Projekte stehen bezahlbares Wohnen und eine bezahlbare Energieversorgung. Der Wärmepreis kann für die Mieter in den nächsten Jahren stabil gehalten werden. Die Stadtwerke und das Wohnungsbauunternehmen planen bereits an weiteren Mieterstromprojekten, bei denen auch Blockheizkraftwerke zum Einsatz kommen sollen. (Siehe auch Energiewende im Wohnungssektor)


Videoportrait über das Mieterstrom-Modell in Bad Belzig:



Veröffentlicht am: 06.09.2017