Nach der Energiestrategie des Landes Brandenburg sollen im Jahr 2020
11 PJ (9,2 % des Primärenergieverbrauchs) aus solarer Strahlungsenergie gewonnen werden.
Es wird erwartet, dass 90% davon über Freiflächenanlagen bereitgestellt
werden. Dafür wird eine Fläche von ca. 11.000 ha benötigt. Ca. 2.500 ha davon
entfallen auf die Planungsregion Havelland-Fläming.
Bislang ist in der Region ein Solarpark mit einer Nennleistung von 500 kW auf dem
ehemaligen Militärgelände Selterhof bei Treuenbrietzen im Betrieb. Eine weitere PV-Anlage
bei Markee, Stadt Nauen, mit 2 MW Nennleistung ist genehmigt.
In den letzten Monaten hat die Entwicklung jedoch an Tempo gewonnen. Auf einer Fläche von ca. 850 ha wird gegenwärtig
die Errichtung von Freiflächen- Photovoltaikanlagen im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung vorbereitet.
Noch in diesem Jahr sollen weitere große Solarkraftwerke ans Netz gehen.
Darunter die mit 80 MW dann "weltweit größte PV-Anlage" auf dem ehemaligen Militärflugplatz Brandenburg-Briest
sowie der Solarpark Rekahn mit ca. 30 MW installierter Leistung.
Andere Projekte werden es hingegen schwerer haben. Mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes
(EEG), die in der Jahresmitte erwartet wird, droht PV-Anlagen auf Grünflächen der Entzug der Förderung.
In der Region könnte das ca. ein Viertel der bislang geplanten Flächen betreffen.